Milford-Sound und noch ein Geburtstag

Wider Erwarten und Wetterbericht hat uns der Milford-Sound mit wunderbarem Wetter beschenkt. Die Wolken, die noch da waren, machten sich gut auf den Fotos, das Meer des Fjords war spiegelglatt. Ein gutes Geburtstags-Frühstück im Bauch, Jake zusammengepackt, haben wir die lauten Zikaden ohne uns weiterzirpen lassen. Die Sandflies, von denen es wirklich tausende gibt, lassen wir auch sehr gern da. Zum Glück haben wir von der Lodge eine super Sandfly-Creme bekommen, die hält was sie verspricht!

Die langsame Familie war mal wieder zu langsam, und so bekommen wir den Parkplatz mit Fussmarsch zugewiesen. Das Boot startet um 12.30 Uhr. Bereits nach wenigen Metern wird mir klar, wie gut die Idee für diese Bootsfahrt war. Danke, lieber Mann! Der Fjord ist so viel schöner, wenn man ein wenig rausfährt! Wir werden bis ans Ende des Fjords gefahren, unterwegs halten wir bei Wasserfällen, und der Milford-Sound zeigt sich von seiner besten Seite. Es sei ein „stunning morning“, hat der Kapitän gesagt, und genau so ist es.

Bei der Rückfahrt fährt der Kapitän zu einem weiteren Wasserfall. Wir waren schon die ganze Zeit zuvorderst auf dem Schiff – jetzt kommen alle Leute auch da hin, da der Kapitän meint, da müsse man jetzt hin. Der Vogel der. Er lenkt sein Schiff einfach unter den Wasserfall, und alle Leute werden pitschnass. Wir auch. Wir setzen uns für den Rest der Fahrt an die Sonne, um zu trocknen.

Danach haben alle Hunger, aber es herrscht keine Einigkeit über das Essen. Das Angebot im Milford-Sound ist sehr beschränkt, und so machen wir uns über Jakes Schränke her und essen ein Picknick. Und nun wieder die ganzen 120 km zurück! In Te Anau machen wir Stopp und gönnen uns ein Riesen-Realfruit-Icecream. Noch eine halbe Stunde weiter, und wir landen auf einem Campground auf einer Farm (Mossburn Country Park). Sehr liebevoll, man bekommt auch hier ein Säckchen Futter, das einem die Hühner aus der Hand fressen. Die Küche ist voll eingerichtet, so wie es früher auf den meisten Campingplätzen hier war: Besteck, Geschirr, Pfannen, sogar Gewürze usw. Leider ist das nicht mehr die Norm auf Neuseelands Campingplätzen – es wurde wohl viel geklaut. Schade!

Wir kochen ein Curry, die Jungs schauen sich nach einem Spielplatz um. Der sieht eher lahm aus – auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick hat er etwas Spezielles: einen Gummistiefel-Weitwurf. Das ist sozusagen Neuseelands Nationalsport – es gibt Wettbewerbe und und sogar eine Gummistiefel-Weitwurf-Hauptstadt.

Die Jungs werfen also begeistert Gummistiefel in allen Grössen in einen grossen Traktorpneu. Diese Art Spielplatz liesse sich eigentlich zuhause auch ganz gut einrichten!

Heute sind die E-Mails der Fluggesellschaft gekommen, dass unser Abflug näher kommt. Wir haben noch fünf Nächte mit Jake, dann noch zwei in Christchurch. Es geht viel zu schnell … Wir fahren leider von jetzt an langsam zurück Richtung Christchurch.

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