Aller Anfang ist schwer

Ob wir wohl warm werden mit dem Camper-Leben? Ich bin noch nicht sicher … Die Jungs sind nicht gerade glücklich im Moment, sie vermissen ihre Kollegen (wir sind nicht gewohnt ohne andere Kinder zu reisen), sie haben Mühe mit dem Weiterziehen. Der Camper wird uns erst langsam zur Heimat. Die Fahrerei mit dem Koloss (ich nenne ihn Jake) ist sehr mühsam, ständig schepperts irgendwo, der Kühlschrank springt in jeder Kurve auf und entleert seinen Inhalt im ganzen Camper (das ist auch nicht der einzige Mangel den wir haben, aber der schwierigste).

Die ersten beiden Nächte haben wir am Muriwai-Beach verbracht, ein schöner Campground hinter den Dünen eines laaaaangen, schwarzsandigen Surfer-Strandes (gefunden dank den weltwunderer.de, danke). Erst als wir weitergezogen sind, wussten die Jungs zu schätzen, was wir da hatten! Wir sind Richtung Norden gefahren, mussten immer wieder stoppen (Kühlschrank lässt grüssen, das unselige Geschepper auch), und haben dann in Waipu einen Mittagsstopp eingelegt. Von dort aus war es nicht mehr weit zu den Waipu-Caves. Da hatten wir dann zum ersten Mal vor Augen, dass wir in der Hochsaison reisen – was mal ein Geheimtipp war, ist keiner mehr, der Parkplatz war proppenvoll. Das ist mit einem Jake wie unserem schwierig – wo parken, wenn alle anderen auch geparkt haben? 7.20 m bringt man nicht so einfach unter …

Die Höhle war voller lärmender Touristen, allen voran eine sehr laute, asiatische Grossfamilie. Wir haben einen kleinen „Sternenhimmel“ voller Glühwürmchen gesehen – wenn die Grossfamilie zufälligerweise mal alle Lichter gelöscht hat. Trotzdem war es ein schöner Ausflug, die Landschaft ist wunderschön, die Höhlen liegen optisch in einem Herr der Ringe-Gebiet – wunderschöne Wäldchen mit Felsen zwischen den Bäumen. Die Jungs waren begeistert am herumklettern.

Danach ging die Fahrt weiter Richtung Waitangi, auf den Waitangi Holiday Park. Boah, ist der Campground teuer!! Er liegt wunderschön an einem Fluss nahe dem Meer. Unser Kinder finden, er sei eine Absteige – die sanitären Einrichtungen und die Küchen sind gewöhnungsbedürftig, inklusive die langen Warteschlangen vor den wenigen Duschen und Wc. Die Küche benutzen wir schon gar nicht, es hat zu viele die noch aufs Kochen warten. Da wir nach Fahren und Einkaufen erst gegen 20 Uhr hier waren, kommen die Kinder entsprechend spät ins Bett, und so hat jedes seine Krise mit Heimweh … sie sind entwurzelt, nirgends zuhause, wir sind nicht Camper gewöhnt …

Der nächste Morgen ist dann umso schöner, endlich blauer Himmel und Sonne, die hat uns bis jetzt gefehlt. Sogar einen anständigen Tisch haben wir uns gekapert (der unsere ist für fünf ein Witz). Es wird heiss, und wir beschliessen, einfach ein wenig hier zu bleiben. Jetzt gehts an den Strand im Dorf.

Wir hoffen, wir werden bald Freunde, Jake und wir!

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