Kauri-Bäume

Der plüschige Campground ist Geschichte, war nett da. Weiter gehts zu den Überresten der Kauri-Wälder, die früher grosse Teile von Neuseeland bedeckt haben. Die Maori nutzten die Stämme vor allem für ihre Kanus. Die weissen Siedler fanden eher Gefallen an den jungen Bäumen, das langlebige, robuste Holz gab perfekte Masten für ihre Schiffe. Bevor sie dann im grossen Stil die Wälder abgeholzt und das Holz und auch das Harz exportiert haben. Wenn man bedenkt, dass die Bäume zum Teil über 2000 Jahre alt sind und sie pro Jahr nur 4 bis 6 mm wachsen …

Wir haben zwei kürzere Spaziergänge zu einigen Bäumen gemacht. Die letzten verbliebenen Kauris sind von einem Pilz bedroht, der die Bäume absterben lässt. Darum mussten wir die Schuhe putzen und desinfizieren – beim Rein- und beim Rausgehen. Das sieht ähnlich aus wie die Bürsten, die man den Kühen aufhängt, damit sie sich kratzen können, nur halt von unten. Die Wege darf man nicht verlassen, die Wurzeln der Bäume sind extrem empfindlich. Unversehens steht man vor einem wahren Giganten … Tane Mahuta heisst der Baum, ist 51.2 m hoch, der Stamm hat einen Umfang von über 13 Metern (Durchmesser 4.4 m). Er ist der grösste bekannte lebende Baum Neuseelands. Still und ehrfürchtig steht man vor dem alten Riesen … Auf dem Baum leben übrigens über 100 andere Pflanzen.

Auf einem halbstündigen Weg haben wir einen zweiten Giganten gesehen, weniger hoch, aber mehr Stamm (16,irgendetwas Umfang). Und viele weiter wahrhaft grosse Bäume – unsere Linde zuhause ist ein Zwerg!

Nach diesem Waldbad gönnten wir uns ein Realfruit-Icecream am Stand auf dem Parkplatz -ähem, nach dem Morgen-, vor dem Mittagessen. Es hat sich sehr gelohnt ;-).

Danach leider ziemlich viel Fahren … wir haben etwas Zeitstress, sollten am 16. Januar in Wellington sein, da wir da eine Fähre zur Südinsel gebucht haben. Wir könnten ewig hier weiterschauen und es plätschern lassen, darum haben wir die Fahrt reserviert. Jetzt gäbe es noch einen Hotwater-Beach, das beste Kiwihaus Neuseelands, Taupo, das Tongario-Gebiet (oh wie schön es dort ist, ich war da schon vor 21 Jahren …), Rotorua, das Hobbiton Movie Set, Hamilton, und zu guter letzt Wellington, wo wir doch auch zwei Tage Zeit haben möchten … Dummerweise sind wir vor Auckland auf einem Zeltplatz gelandet, der die Kinder begeistert. Sie haben Anschluss gefunden an Kinder aus Neuseeland, Kanada, Russland … da ist das Meer, Gokarts, die man mieten kann, ein anständiges Trampolin – sie wollen auf keinen Fall schon morgen weiter. Ihnen zuliebe bleiben wir hier und streichen die meisten Punkte von unserer Liste. Am 12. haben wir eine Tour in Hobbiton gebucht – vorher war alles ausgebucht …

So steht Jake jetzt auf einem sehr vollen, sehr modernen und sehr kinderfreundlichen Zeltplatz und lädt seine Batterien. Und wir tun dasselbe.

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